Vergangenen Herbst ist Heiko Gigler von Graz zurückgewechselt in sein Heimat-Bundesland nach Kärnten und trainiert wieder in Spittal an der Drau. Sein Coach ist Alex Deblaise, mit dem er sich intensiv auf die anstehenden Meetings vorbereitet. „Der Tapetenwechsel zurück in die Heimat hat mir wirklich extrem gutgetan. Das gewohnte Umfeld ist doch das Beste für gute Leistungen. Ich bin top motiviert, wie schon lange nicht mehr.“ Der erste große Wettkampf ist für Heiko am kommenden Wochenende in Rijeka. Ein sehr gut besetztes Meeting und eine erste wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zur WM in Singapur.
Entzündung in der Schulter abgeklungen
An der Motivation mangelt es bei Heiko nicht. Eventuell noch etwas an der Form. Der Start in die Trainingseinheiten im Jänner war nach den zweiwöchigen Weihnachtsferien mit Skifahren, quality time mit Freunden und vor allem mit der Familie leider etwas holprig. Der Grund war eine Arthritis im Schultergelenk: „Ich hatte eine Entzündung am AC-Gelenk zwischen Schulter und Schlüsselbein. Das hat mich etwas zurückgeworfen. Wir mussten das intensiver mit einer Spritzen-Kur behandeln. Jetzt ist aber alles wieder gut. Die Entzündung ist abgeklungen. Ich kann endlich wieder schmerzfrei trainieren, bin sehr motiviert und freue mich auf die Saison.“
Intensiv-Trainingslager in der Türkei
Nach dem Wettkampf in Rijeka geht es für Heiko gemeinsam mit seinem Coach Alex in die Türkei nach Belek. Es steht ein zweiwöchiges Intensiv-Trainingslager auf dem Programm: „Nur wir beide. Das ist so gewollt, damit sich Alex voll auf mich konzentrieren kann. Ich finde das wichtig, weil ich dadurch am meisten weiterbringe.“ Die Chemie zwischen dem neuen Coach und Heiko scheint perfekt zu stimmen: „Der Wechsel von Jakub Maly zu Alex hat sich sehr positiv ausgewirkt. Es gibt neue Trainingsreize, was sehr wichtig ist, und eine sehr intensive Kommunikation. Wir besprechen die Trainingsinhalte gemeinsam von Tag zu Tag und es gibt keine starren Trainingspläne. Das finde ich extrem angenehm.“
Echte Gradmesser in Stockholm
Nach Rijeka und Belek gibt es zwei weitere wichtige Meetings. Von 3. bis 6. April die ATUS-Trophy in Graz und dann vor allem das sehr stark besetzt Meeting von 12. bis 15. April in Stockholm. „Dort trifft sich jedes Jahr die Elite. Darauf freue ich mich ganz besonders, weil dort auf meiner Strecke über 100 Freistil richtig gute Leute starten und ich damit genau weiß, wo ich stehe.“ Unter anderen ist in Schweden auch der Australier Kyle Chalmers gemeldet. Der Olympia-Sieger von 2016 und jeweils Olympia-Zweite 2020 und 2024 ist ein echter Gradmesser: „Wenn du gegen diese Top-Leute schwimmst, dann weißt du, wo du stehst und woran du noch arbeiten musst. Das sind extrem wichtige Prüfsteine.“ Auch die Mare Nostrum Serie, bei der Heiko diesmal nur in Canet-en-Roussillon starten wird. „Das mach ich Alex zuliebe. Er ist Franzose und will dort unbedingt hin. Also machen wir das auch.“