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Großes Ziel WM-Finale

Österreichs Wasserspringer starten am Montag mit dem 3m Einzel-Bewerb in das Abenteuer WM

Für Alex Hart, Nikolaj Schaller, Anton Knoll und auch Dariush Lotfi ist Budapest die erste WM in der allgemeinen Klasse. Die Erwartungen sind einerseits gebremst, andererseit sind die Euphorie und die Vorfreude groß und das Ziel in allen Bewerben das Finale der besten 12. Wer von den OSV-Springern die größten Chancen hat, ist schwer einzuschätzen. Es wird wohl auf die Tagesverfassung ankommen. Das Synchron-Duett vom 3m musste wegen Krankheit von Nico Schaller abgesagt werden. Dafür hat der OSV vom Turm mit Anton Knoll und Dariush Lotfi erstmals überhaupt ein Herren Synchron-Duo im Einsatz. OSV-Einzelstarts sind Hart 3m, Knoll 10m, Lotfi 1m,3m und Schaller 1m.

Alex Hart: „Ich bin etwas enttäuscht, dass wir das Synchron-Springen absagen mussten. Wir haben immer sehr gut auf internationaler Bühne performt. Vor allem nach dem Finale vergangenes Jahr habe ich mir Hoffnungen gemacht, dass wir uns hier wieder beweisen können. Leider war Nico krank und es kommt jetzt doch nicht zustande. Es wäre auch eine gute Vorbereitung für das Einzel gewesen. Aber da kann man nichts machen. Es ist meine erste WM, natürlich werde ich ein wenig nervös sein. Aber das geht allen so. Es geht darum, wie du es schaffst, damit umzugehen. Ich bin schon gespannt und hoffe, dass ich sehr gelassen in den Wettkampf gehe und den Moment genießen kann. Ich möchte mir selbst nicht zu hohe Erwartungen setzen. Mit einem richtig guten Wettkampf wäre ein Semifinale schon drinnen.“

Dariush Lotfi: „Ich bin schon gespannt, aber ich freue mich voll auf die WM, was da auf mich zukommt. Es macht auch voll Spaß, schon bei den Trainings. Das wir das erste Synchron-Duo vom Turm für den OSV bilden, ist extrem cool. Wir haben schon bei den Qualifikationswettkämpfen immer unsere Leistung gesteigert. Hoffentlich geht es weiter so. Letztes Wochenende bei den österreichischen Meisterschaften haben wir auch einen guten Wettkampf gehabt und wir freuen uns voll. Finale ist nicht unmöglich, und bei unserem ersten Wettkampf auf so großer Bühne wäre das sehr cool. Mit mache Einzel und Synchro gleich viel Spaß. Semifinale wäre super. Ich mach mir aber nicht so viel Gedanken darüber, will mich einfach auf der WM-Bühne zeigen und meine Bestleistung bringen.“

Anton Knoll: „Wir stellen das erste österreichische Männer-Duo vom Turm. Das ist eine besondere Ehre und wir genießen das mit vollen Zügen. Wie ich schon öfter erwähnt habe, wollen wir uns selbst immer weiter übertreffen und wenn das weiter so funktioniert, dann ist womöglich eventuell sogar ein Finale drinnen. Ob Einzel oder Synchron besser, kann ich nicht sagen. Beides hat Vor- und Nachteile. Im Synchron ist das Schöne, dass man alles teilen kann, alle Gefühle. Im Einzel kann man sich noch mal ein bisschen mehr auf sich selber konzentrieren, was auch sehr spannend ist für einen selbst. Es ist beides anders, nicht zu vergleichen. Aber im Synchron denke ich, haben wir bessere Chancen. Wir sind beide gut genug, um in einem Finale dabei zu sein. Und wenn die Leistung stimmt, so wie wir es können, dann ist das schon möglich. Es ist eine Challenge, es ist nicht leicht, aber machbar.“

Nikolaj Schaller: „Synchron ist abgesagt, weil ich letzte Woche krank war und es sich nicht mehr ausgegangen ist, in einer guten Form starten zu können. Ich starte jetzt nur am 1m-Brett, habe mich darauf fokussiert, um das dann eben gut zu machen. Gut heißt, dass ich meine Trainingsleistung im Wettkampf umsetzen kann, dass ich mich im Vergleich zum Vorjahr verbessere und selbst immer weiter an mir arbeite. Ich konzentriere mich weniger auf einen bestimmten Platz. Wenn die Leistung für mich selber passt, dann ist alles ein Erfolg für mich. Finale ist sicher auch möglich, aber es ist natürlich eine große Aufgabe.“